Kurz gesagt
- Tapes sind schnell eingearbeitet, liegen flach und eignen sich für feines bis normales Haar.
- Bondings sind besonders fein und beweglich, halten am längsten, brauchen aber mehr Zeit beim Einsetzen.
- Wefts bringen das meiste Volumen auf einmal und passen vor allem zu kräftigem Haar.
Wer zum ersten Mal über Extensions nachdenkt, landet schnell bei einer Frage: Welche Methode ist die richtige? Die ehrliche Antwort lautet, dass es keine beste Methode gibt, sondern nur die passende für dein Haar, deinen Alltag und dein Wunschergebnis. Damit du in der Beratung die richtigen Fragen stellen kannst, schauen wir uns die drei gängigsten Methoden genauer an.
Tape Extensions: flach, schnell und unkompliziert
Bei Tape Extensions werden zwei dünne Haarstreifen mit einem medizinischen Klebeband wie ein Sandwich um eine feine Strähne deines Eigenhaars gelegt. Die Verbindungen sind nur wenige Zentimeter breit und liegen so flach am Kopf, dass man sie selbst beim Zusammenbinden kaum sieht.
Der große Vorteil ist die Zeit: Ein komplettes Set ist im Salon meist in ein bis zwei Stunden eingearbeitet. Nach etwa sechs bis acht Wochen ist dein Eigenhaar nachgewachsen. Dann werden die Tapes gelöst, mit neuem Klebeband versehen und wieder näher am Ansatz gesetzt. Das Haar selbst kannst du dabei mehrfach verwenden.
- Sehr flach und angenehm zu tragen
- Schnelle Einarbeitung, schonend für feines Haar
- Nachsetzen alle sechs bis acht Wochen
- Conditioner und Öl dürfen nicht an die Tapes
Keratin Bondings: fein und beweglich
Bei Bondings wird jede Extension-Strähne einzeln mit einer kleinen Keratinverbindung an deinem Eigenhaar befestigt. Weil die Strähnen so klein sind, fällt das Haar besonders natürlich und lässt sich in alle Richtungen frisieren, auch zu hohen Zöpfen.
Dafür braucht das Einsetzen deutlich mehr Zeit, oft drei bis vier Stunden. Bondings halten in der Regel drei bis vier Monate, bevor sie entfernt und neu gesetzt werden. Für Kundinnen, die selten in den Salon möchten, ist das ein echter Pluspunkt.
- Sehr natürlicher Fall, vielseitig frisierbar
- Lange Tragezeit zwischen zwei Terminen
- Aufwendigere und teurere Einarbeitung
- Haar ist meist nur einmal verwendbar
„Die meisten Kundinnen wünschen sich am Anfang Bondings, weil sie davon gehört haben. Im Gespräch zeigt sich dann oft, dass Tapes viel besser zu ihrem Haar und Alltag passen.“
Ayhan, Trainerin der True Lengths Academy
Invisible Wefts: maximales Volumen
Wefts, auch Tressen genannt, sind lange Haarbahnen, die in einer Reihe eingearbeitet werden, meist über eine Perlenreihe oder eine feine Naht. Mit wenigen Bahnen erreichst du viel Volumen, deshalb sind Wefts beliebt, wenn das Ergebnis besonders voll werden soll.
Moderne Invisible Wefts sind sehr dünn und flexibel und tragen daher deutlich weniger auf als klassische Tressen. Weil die Bahnen auf einer Linie sitzen, braucht es allerdings genug Eigenhaar, das die Ansatzreihe sicher verdeckt. Nachgesetzt wird ähnlich wie bei Tapes etwa alle sechs bis acht Wochen.
- Viel Volumen mit wenigen Bahnen
- Haar ist wiederverwendbar
- Weniger geeignet für sehr feines Haar
- Hochsteckfrisuren sind eingeschränkt
Die drei Methoden im Vergleich
| Tapes | Bondings | Wefts | |
|---|---|---|---|
| Einarbeitung | 1 bis 2 Stunden | 3 bis 4 Stunden | 1 bis 2 Stunden |
| Nachsetzen | alle 6 bis 8 Wochen | nach 3 bis 4 Monaten | alle 6 bis 8 Wochen |
| Tragegefühl | flach, leicht | sehr beweglich | flach, kompakt |
| Haartyp | fein bis normal | normal bis kräftig | normal bis kräftig |
| Wiederverwendbar | ja | meist nein | ja |
Die Zeiten sind Richtwerte. Sie hängen von der Menge, deinem Haarwachstum und der Pflege ab.
Welche Methode passt zu deinem Haar?
Feines oder dünnes Haar: Tapes verteilen das Gewicht auf eine breite Fläche und belasten den Ansatz am wenigsten. Für dich sind sie meist die erste Wahl.
Normales Haar: Hier funktionieren alle drei Methoden. Entscheidend ist, wie oft du in den Salon möchtest und wie du dein Haar am liebsten trägst.
Kräftiges oder dichtes Haar: Bondings und Wefts spielen ihre Stärken aus. Wefts bringen schnell viel Volumen, Bondings den natürlichsten Fall.
Du trägst oft hohe Zöpfe: Bondings sind am vielseitigsten, weil die einzelnen Strähnen in alle Richtungen fallen.
Fazit
Tapes sind der unkomplizierte Einstieg, Bondings die langlebige Lösung mit dem natürlichsten Fall und Wefts der schnellste Weg zu viel Volumen. Welche Methode wirklich zu dir passt, lässt sich am besten im persönlichen Gespräch klären. Dabei schaut sich deine Stylistin dein Eigenhaar an und bespricht mit dir dein Wunschergebnis.
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